Extremismusprävention

Gemeinsam in Würde leben

Unser Projekt „Radikalisierungspräventon durch Teilhabe – gemeinsam in Würde leben“ baut auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojekts auf. Bis zum Jahr 2025 haben wir das vom Land Hessen geförderte Projekt „Hand in Hand gegen religiös motivierten Extremismus“ durchgeführt. Die Erkenntnisse aus vier Jahren praktischer Arbeit sind eingeflossen in unsere Handreichung: „Radikalisierung entsteht nicht über Nacht“. Dieser Leitfaden für Fachkräfte in Unterkünften sowie im Feld „Geflüchtetenarbeit“ bildet die Grundlage für unser neues Projekt kurz „RaTe“, das ebenfalls vom Hessischen Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus HKE gefördert wird.

Das Projektmotto lässt sich besonders gut durch das Gedicht von Nazim Hikmet beschreiben:

„Leben wie ein Baum, einzeln und frei, und geschwisterlich

wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht.“

Natürlich ist die individuelle Freiheit ein hohes Gut, sie muss aber stets die Freiheit und Würde der anderen Menschen in der Gesellschaft achten, sonst wird sie zur Gefahr für den einzelnen Menschen und den gesellschaftlichen Frieden.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Projekts „RaTe – gemeinsam in Würde leben“ liegt daher auf der Präventionsarbeit in Geflüchteteneinrichtungen und mit sozialen Gruppen. In Seminaren und Fallcoachingtreffen erkennen Mitarbeiter:innen frühzeitig den aktuellen Stand von Radikalisierungsdynamiken zu erfassen und mit Hilfe des Konzepts (Radikalisierungsstufen) aus unserer Handreichung „Radikalisierung entsteht nicht über Nacht“ zuzuordnen, um passende kurative und präventive Maßnahmen einzuleiten.

Bei Bedarf begleiten wir sie gerne, von der Umsetzungsplanung bis zur Anwendung.

Darüber hinaus schulen wir parallel junge Migrant:innen als Hilfsmediator:innen. Sie wirken als Begleitung von Gruppenprozessen in den jeweiligen Unterkünften und sozialen Einrichtungen. Damit ermöglichen wir Teilhabe und Mitwirkungsverantwortung von Neuzuwanderer:innen auf lokaler Ebene.

Unterstützt wird der Projektprozess mit kurzen filmischen Zusammenstellungen zur Lösungsentwicklung „Best Practice“ in sozialen Gruppen.

Sie sind Leiter:in oder Mitarbeiter:in einer Unterkunft für Geflüchtete?

Gerne unterstützen wir Sie mit praxisorientierten Maßnahmen und Methoden:

  • Erkennen von Radikalisierungstendenzen und sinnstiftendem konstruktiven Handeln
  • Geflüchtete mit Mitwirkungswunsch und Grundbefähigung als Deeskalationshelfer:in bzw. als Teamer:in ausbilden und sie bei Praxiseinsätzen coachend begleiten
  • Entwicklung von strukturellen Gruppenangeboten in der Einrichtung, die soziale Bedürfnisse in einer demokratischen Stadtgesellschaft fördert
  • Entwicklung von kreativ/künstlerischen Gruppenangeboten (Film, Kunst, Sprache,…) zum Thema Radikalisierungsprävention

Wir freuen uns über Ihr Interesse, wirksam präventiv zu arbeiten und neue Ideen kennenzulernen.

Melden sie sich gerne einfach bei uns:

Anastasia Wechter, wechter@biku.eu  // Sedat Cakir, cakir@biku.eu 

Wir sind stets bemüht, unsere Angebote zu erweitern und auf die konkreten Bedarfe der Gemeinschaftsunterkünfte einzugehen – sowohl inhaltlich als auch zeitlich.
Bei Bedarf nach weiteren Angeboten und Methoden beziehen wir externe Expert:innen mit ein.

Projektstandort

Projektstandort

BIKU Geschäftsstelle
Hanauer Landstraße 182A
60314 Frankfurt am Main

Weitere Informationen:
BIKU Bildung und Kultur gGmbH
Radikalisierungsprävention durch Teilhabe RaTe

Ansprechpersonen:

Sedat Cakir
Projektleiter
cakir@biku.eu

Anastasia Wechter
Projektmitarbeiterin
wechter@biku.eu

 

Kooperationspartner

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